Bundesliga Spieltag in Gärtringen

Bundesliga Spieltag in Gärtringen

4. Spieltag am 18.04.2026 in Gärtringen

Der erste Spieltag der Rückrunde führte den Tabellenführer ins schwäbische Gärtringen und es sollte der Nimbus gebrochen werden. Später mehr dazu. Die gut zweistündige Anreise verlief problemlos und so konnten sich Michi und Robert auf die kommenden vier schweren Aufgaben gedanklich gut vorbereiten. Es ging gegen die bayrischen Schwaben vom RSV Kissing und die Mannschaften vom RV Gärtringen 1 und 2 sowie den RVC Prechtal, allesamt aus Baden-Württemberg.

Im Spiel Eins trafen die Steiner Radballer auf den RSV Kissing. Wie schon im Hinspiel entwickelte sich ein relativ ausgeglichenes Spiel indem Michi nach einer Ecke den Führungstreffer erzielte. Kissing erzielte dann den Ausgleich regelkonform per Kopf. Michi musste im Tor aushelfen und konnte einen Schuss nur hoch in die Mitte abwehren, so dass der Kissinger Spieler nur noch einnicken musste. Ein sehr seltenes Ereignis im Zweier-Radball. Allerdings ließen sich Robert und Michi nicht irritieren und machten weiter Druck. Dieser führte dann im Verlauf der ersten Hälfte zu zwei weiteren Ecken, die erst Robert und dann Michi zur 3:1 Führung nutzten. So ging es dann in die Pause. Nach Wiederanpfiff ging es erstmal hin und her und gegen Mitte der zweiten Hälfte gelang es Robert mit einem strammen Schuss die Führung auszubauen. Doch Kissing nutzte eine Verwirrung der Steiner und konnte zum 2:4 verkürzen. Jedoch beeindruckte das unser Team nicht sonderlich und Robert war es dann, der den alten Abstand ca. eine Minute vor Spielende wieder herstellte. Das 5:2 war dann auch der verdiente Endstand.

Gegen den RVC Prechtal ging es dann im zweiten Spiel des Abends. Der Tabellenletzte war jedoch keineswegs gewillt, gegen den Tabellenführer die Punkte herzuschenken und so entwickelte sich ein torreiches Spiel. Prompt ging der Außenseiter schon nach 45 Sekunden in Führung. Das stachelte allerdings Robert und Michi an und bereits im Gegenzug erzielte Michi mit trockenem Schuss ins kurze Eck den Ausgleich. Nur wenige Augenblicke später war es erneut Michi, der nach feinem Spielzug den Ball ins leere Tor schoss. Im weiteren Verlauf zeigten die Favoriten dann, warum sie oben stehen. Mit schönen Kombinationen legten sie sich den Gegner zurecht und erhöhten durch zwei Tore von Michi noch vor der Halbzeitpause auf 4:1. Nach Wiederanpfiff legten allerdings die Prechtaler los und konnten innerhalb von 100 Sekunden auf 3:4 verkürzen. Doch an diesem Spieltag brachte die Beiden nichts aus der Ruhe. Konzentrierte Abwehrarbeit und das Ausnutzen der gegnerischen Fehler war ein probates Mittel und führte zum zwischenzeitlichen 5:3. Michi war es, der mit einer 4-Meter-Granate auf 5:3 erhöhte. Prechtal gab nicht auf und konnte tatsächlich knapp eine Minute vor Schluss erneut den Anschlusstreffer erzielen. Spannung? Denkste! Robert hatte mit einer Finte beim Anspiel den Gegner in den Anstoßkreis gelockt und die Schiedsrichter entschieden auf Freischlag fünf Meter vor dem gegnerischen Kasten. Eine Aufgabe für Michi. Er jagte das Runde mit Wucht ins Eckige und das Spiel war endgültig entschieden. Mit 6:4 war der Sieg zwar hart erkämpft, jedoch durchaus verdient.

Die zweite Gärtringer Mannschaft wartete im dritten Spiel auf den Tabellenführer aus Stein und es war ein hektisches Spiel mit Unterbrechungen und leider zu vielen Diskussionen der Schwaben mit den Schiedsrichtern. Stein ging mit 1:0 durch einen souverän verwandelten 4-Meter in Führung. Michi war nach knapp zwei Minuten der Schütze. Aber auch hier zeigte der vermeintliche Underdog, dass er keineswegs bereit war, den Klassenprimus die Punkte kampflos zu überlassen. Es war dann auch ein hartes Stück Arbeit, bis 50 Sekunden vor Halbzeitpfiff Robert einen Abpraller nach einer Ecke zum 2:0 Halbzeitstand nutzte. Nach der Pause legte Gärtringen los wie die Feuerwehr. Angriff auf Angriff rollte auf das Steiner Tor, doch Robert, Pfosten oder Schusspech halfen unserem Team. Nach gut zwei Minuten war es aber dann passiert. Gärtringen konnte den Anschlusstreffer erzielen und die zahlreichen Zuschauer der Heimmannschaft feuerten ihr Team an. Michi verletzte sich dann Mitte der zweiten Hälfte am Ellenbogen und das Spiel wurde erstmal unterbrochen. Die Behandlungspause nutzte Trainer Kurt zu ein paar taktischen Hinweisen und die Spieler konzentrierten sich auf ihr eigenes Spiel, und ließen sich nicht von der Hektik anstecken. Drei Minuten vor Abpfiff dann die entscheidende Szene. Robert schoss aufs Tor, der Torwart hielt und im schnellen Gegenzug schoss der Gärtringer Torwart auf das vermeintlich leere Steiner Tor. Michi jedoch fuhr geistesgegenwärtig zurück und stoppte nicht nur den Ball, sondern lupfte ihn sofort gefühlvoll ins verwaiste gegnerische Tor. Boah, das war mal eine Ansage. Doch die Gärtringer machten weiter Betrieb und fühlten sich nach einer Schiedsrichterentscheidung benachteiligt. Robert hatte aus ihrer Sicht den Ball mit dem Fuß berührt und ein 4-Meter Strafball wäre die logische Konsequenz. Die Unparteiischen entschieden jedoch „nur“ auf Eckball, der nichts einbrachte. Noch waren knapp zwei Minuten auf der Uhr und Robert und Michi begannen die Zeit herunterzuspielen. Gärtringen versuchte alles aber als 30 Sekunden vor Schluss die Heimmannschaft zweimal kurz nacheinander aus aussichtsreicher Position am Steiner Torrahmen scheiterten war uns der dritte Sieg im dritten Spiel nicht mehr zu nehmen. Tja, Glück und Pech liegen oft sehr nah beieinander.

Wie schon in der Vorrunde traf man im letzten Spiel des Spieltages auf die Erste aus Gärtringen. Und genau wie damals, hatten beide Teams an diesem Abend alle ihre Spiele gewonnen. Bereits nach 40 Sekunden schlug es im wahrsten Sinne des Wortes im Gärtringer Gehäuse ein. Michi packte einmal mehr seine stärkste Waffe aus und feuerte einen 4-Meter Strafball unbarmherzig ins heimische Tor. Danach ging es weiter in Richtung Gärtringer Tor. Nach einem Pfostenknaller von Robert machte er es beim nächsten Mal besser und erzielte nach feiner Einzelleistung das 2:0. Nebenbei baute er noch eine Mauer im eigenen Kasten auf und hielt einige schwere Bälle. Nach vier Minuten Spielzeit stellte wiederum Robert nach einer schönen Ecke auf 3:0. In der Halle war Ruhe eingekehrt. Allerdings nur sehr kurz, denn unmittelbar nach dem Anspiel der Gärtringer rutschte Michi vom Pedal und so war die Bahn frei für die Hausherren und es stand nur noch 1:3 aus deren Sicht. Fünf Sekunden vor dem Halbzeitpfiff dann brachte eine schöne Eckballvariante das 4:1. Michi nahm mal wieder Maß und versenkte in unnachahmlicher Manier den Ball im Tordreieck. Aus der Pause kam die Gärtringer Mannschaft dann mit neuem Mut und machte sofort enorm Druck. Nach mehreren Versuchen schafften sie es dann den Anschlusstreffer zu erzielen. Noch fünf Minuten waren zu spielen. Eine Minute später, und es stand nur noch 4:3 für Stein. Die Halle kochte. Was dann geschah, war weniger schön. Robert machte erneut eine Täuschbewegung beim Anspiel und der Gärtringer Spieler fiel darauf rein. Er fuhr knapp in den Mittelkreis und der Schiri entschied auf Freischlag vom Kreis. Das war natürlich ein gefundenes Fressen für Michi. Mit Urgewalt schlug der Ball in der Gambel ein und es hieß 5:3. Soweit so gut. Allerdings war das für den Gärtringer Feldspieler Anlass genug, um beim Schiedsrichter seinen Unmut zu äußern. Dieser verwarnte ihn deswegen mit der gelben Karte. Auch das wäre noch kein Problem gewesen. Jetzt allerdings trieb es der Verwarnte zu weit. Er applaudierte höhnisch und die Schiedsrichter kannten kein Pardon. Eine weitere gelbe Karte und die damit verbundene rote Karte beendete das Spiel beim Stand von 5:3 aus Steiner Sicht. Gewertet wurde dann das Spiel mit 5:0 für Stein.

Fazit des Spieltages: Michi ist der 4-Meter-König. Alle Strafstöße unhaltbar verwandelt, außerdem noch zwei Freischläge vom Anstoßkreis aus fünf Metern ins Dreieck gezimmert. Eckbälle waren immer gefährlich und einige Tore wurden durch diese Standardsituationen erzielt. Der wichtigste Punkt aber aus Steiner Sicht war, dass man zu jeder Zeit ruhig und besonnen blieb. Die Hektik in machen Spielen ließen die beiden nicht an sich ran und man verließ sich auf das eigene Können. Da sich im Parallelspieltag die Verfolger gegenseitig die Punkte nahmen, konnte der Vorsprung auf Platz zwei (Naurod) auf sieben, und auf Platz drei (Großkoschen) gar auf elf Punkte ausgebaut werden. Apropos Nimbus: Es war der erste Spieltag in dieser Saison, inklusive Pokalhalbfinale, an dem Robert und Michi keine Geschenke an die Heimmannschaft verteilten und besiegten den Heimvertreter. In diesem Fall sogar zweimal. So kann es gerne weitergehen.