Bundesliga Spieltag in Ailingen

Bundesliga Spieltag in Ailingen

3. Spieltag am 14.03.2026 in Ailingen

Zum letzten Vorrundenspieltag ging es in Richtung Bodensee, besser gesagt nach Ailingen, ca. 5 km nördlich von Friedrichshafen am Bodensee. Dieser Spieltag war insofern wegweisend, da man auf die zweit- bzw. drittplatzierten Mannschaften aus Großkoschen und Iserlohn traf. Außerdem standen mit Nordshausen und dem Ausrichter aus Ailingen noch 2 weitere Mannschaften unseren Jungs gegenüber, die man keinesfalls unterschätzen durfte.

So ging es im ersten Spiel gleich gegen die Heimmannschaft los und nach nicht mal einer Minute stand es bereits 0:1 aus Steiner Sicht. Eine stark geschossene Eckballvariante war praktisch unhaltbar. Robert war es dann, der den Ausgleich erzielte. Kurz vor der Pause fing man sich noch durch einen Freischlag aus kurzer Distanz das 1:2 ein. Nach der Pause erzielte ebenfalls Robert den Ausgleichstreffer. Nur 30 Sekunden später musste man erneut einen Gegentreffer hinnehmen. Robert wurde vom flinken Ailinger Torwart umspielt und es klingelte im Kasten. Danach scheiterte Michi mit einem Pfostenkracher und so kam es, wie es kommen musste, Ailingen konnte nach einer Ecke den Vorsprung auf 4:2 ausbauen. Michi konnte zwar noch auf 3:4 verkürzen doch schon im Gegenzug konnte Ailingen den alten Abstand wieder herstellen. Robert machte es dann wieder mal zu genau, und visierte den Pfosten an. Danach wusste Ailingen den Vorsprung clever zu verteidigen und die 3:5 Niederlage war besiegelt.

Im zweiten von insgesamt 4 Spielen am Spieltag traf man auf die nordhessische Mannschaft aus Nordshausen. Hier ging man nach einer Minute in Führung. Michi nagelte den Ball unhaltbar aus ca. 5 Metern Entfernung ins Tordreieck. Allerdings kassierten die beiden Steiner kurz darauf, wieder nach einer Ecke, den Ausgleich. Nach eigener Ecke traf dann Nordshausen mit einem Weitschuss zum 1:2 aus Steiner Sicht. Es lief einfach nicht richtig. Michi traf dann mit Wut im Bauch kurz danach nur die Latte und alles schien sich gegen uns zu verschwören. Doch die Glücksgöttin Fortuna meinte es gnädig und so landete der Ball nach dem Lattenkracher an der seitlichen Bande und sprang Robert direkt vor das Vorderrad. Dieser hatte keine Mühe den Ball ins leere Tor zu schieben. Jetzt lief es besser. Michi erzielte die erneute Führung (3:2) und kurz danach war es Robert, der nach schöner Eckballvariante zum 4:2 unhaltbar einnetzte. Doch Nordshausen gab sich keineswegs geschlagen und konnte kurz vor dem Pausenpfiff durch ein „Tretlagertor“, Robert war diesmal der Unglücksrabe, zum 3:4 Halbzeitstand verkürzen. Nach der Pause glich zwar Nordshausen nach einem schlampigen Abspiel zum 4:4 aus, doch Robert konnte unmittelbar nach dem Anspiel wieder die knappe Führung erzielen. Leider konnten, ebenfalls unmittelbar nach dem Anspiel, die Nordhessen, den erneuten Ausgleich erzielen. Im Radball geht es eben ganz schnell, und jede Nachlässigkeit kann auf diesem Niveau bestraft werden. So war es dann Michi, der eine technische Unsicherheit des Gegners aus der eigenen Hälfte zum 6:5 Führungstreffer nutzen. So wogte das Spiel hin und her und die Uhr lief herunter, bis 2 Sekunden vor Schluss die Mannschaft aus Nordshausen einen Freischlag in der Nähe des Anstoßpunktes erhielten. Der sog. „letzte Schlag“, war dann noch mal eine große Chance zum Ausgleich und wiederum zeigte sich Fortuna großzügig und der Ball klatschte an Roberts Pfosten und von dort aus zurück ins Spielfeld. Die ersten drei Punkte waren eingefahren und allen Beteiligten, inkl. Fans, fiel ein großer Stein vom Herzen.

Spiel drei an diesem Abend war das wohl wichtigste. Gegen den Tabellennachbarn aus Großkoschen wollte man auf keinen Fall verlieren, denn das hätte mit ziemlicher Sicherheit die Tabellenführung gekostet. Die Brandenburger gingen mit der Empfehlung von 2 Siegen mit insgesamt 15:5 Toren in das Spiel und schnell bemerkte man, dass beide Teams einen gehörigen Respekt voreinander hatten. Es war ein Spiel auf Augenhöhe das nach zwei Minuten unterbrochen werden musste. Robert bekam aus kürzester Distanz einen Ball ins Gesicht und musste behandelt werden. Es war bereits der zweite Kopftreffer, den er an diesem Spieltag hinnehmen musste. Der gegnerische Schütze entschuldigte sich sofort und so konnte das Spiel nach ein paar Minuten unter dem aufmunterten Applaus der Zuschauer wieder fortgesetzt werden. Michi war es dann vorbehalten, den ersten Treffer des Spieles zu erzielen. Großkoschen konnte dann innerhalb von einer Minute zwei Treffer erzielen und ging kurz vor der Pause mit 2:1 in Führung. Doch Robert konnte unmittelbar nach dem Anspiel durch eine feine Einzelleistung den Ausgleich zum 2:2 erzielen. Mit diesem Zwischenstand wurden die Seiten gewechselt. Im zweiten Abschnitt waren beide Teams auf Torsicherung bedacht und so konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend durchsetzen. Ein zerstörtes Laufrad und eine Verletzungsunterbrechung waren dann die unspektakulären Highlights in Hälfte zwei. Am Ende stand dann ein leistungsgerechtes 2:2 Unentschieden.

Das letzte Spiel an diesem Abend dauerte nur knapp sechs Minuten. Bedauerlicherweise hatte sich der Iserlohner Torwart bereits im vorhergegangenen Spiel eine schwere Fingerverletzung zugezogen, die ihm während des Spieles so große Probleme bereitete, dass er beim Stand von 5:0 aus Steiner Sicht aufgeben musste. Das ist natürlich sehr schade, denn keiner der Beteiligten wünscht sich drei Punkte durch solche Umstände. Der sportliche Wettkampf steht immer im Vordergrund und alle, sowohl alle Spieler als auch Betreuer und Zuschauer wünschen dem Pechvogel eine baldige Genesung, auf dass er bald wieder auf der Platte steht. Das Spiel ging dann auch mit 5:0 Toren und 3 Punkten für den RMC Stein in die Wertung.

Am Ende hatte man an diesem sehr schweren Spieltag eine Ausbeute von sieben von zwölf möglichen Punkten bei 16:12 Toren und konnte die Heimreise antreten. So ganz zufrieden waren die Beteiligten nicht, vor allem die Niederlage gegen Ailingen war unnötig, aber man verteidigte zumindest die Tabellenführung vor Großkoschen. Am 18.04.2026 in Gärtringen geht es dann mit der Rückrunde weiter und hier ist die maximale Punktausbeute das Ziel.