6. Spieltag am 15.08.2026 in Iserlohn
Diese Bundesliga-Saison 2026 endete mit einem ungewöhnlichen Spieltag in Iserlohn. Ungewöhnlich insofern, weil der zweigeteilte Spieltag eigentlich schon am 27.06.26 hätte stattfinden sollen, und der eine Teil an eben diesem Termin, der andere Teil (mit unserer Beteiligung) erst am 15. August 2026 stattfand. Der ursprüngliche Termin wurde vom Veranstalter, dem TuS Iserlohn, wegen der hohen Temperaturen die damals herrschten abgesagt. So trafen sich der Ausrichter aus Iserlohn, unser RMC Stein, der RSV Großkoschen, der SV Nordshausen und der RVI Ailingen an einem nicht mehr ganz so heißen Sommerabend, um die Bundesliga Spielrunde zu beenden. Der bereits abgestiegene RSV Kissing trat nicht an und gab die Punkte kampflos ab.
Im ersten Spiel des Abends trafen Robert und Michi auf die Mannschaft aus Ailingen. Im Vorrundenspiel hatte man noch mit 3:5 den Kürzeren gezogen und damit genug Motivation diese Scharte auszumerzen. Nach vier Minuten ging Ailingen allerdings mit 1:0 in Führung, doch Robert konnte noch in derselben Minute ausgleichen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte dann wieder Robert nach einem abgewehrten Ball mit einem Lupfer über das ganze Spielfeld die 2:1 Halbzeitführung erzielen. In der ersten Hälfte dominerte Ailingen über weite Strecken das Spiel ohne jedoch große Torgefahr auszustrahlen. Die Steiner warteten dagegen auf die Fehler des Gegners und konnten sich zweimal belohnen. Nach dem Seitenwechsel glich Ailingen aus. Ein Ballverlust unseres Teams ermöglichte einen Torschuss ins leere Steiner Tor. Jetzt nahmen unsere Jungs das Heft des Handelns in die Hand und konnten nach einer sehenswerten Eckballvariante erneut in Führung gehen. Kurz vor Schluss, Ailingen schoss ans Steiner Torgestänge, lupfte Robert erneut geistesgegenwärtig den Ball zum 4:2 Endstand ins verwaiste Ailinger Tor. Dieser Sieg war gleichbedeutend mit dem Gewinn der Bundesligasaison 2026. Der RMC Stein war punktetechnisch nicht mehr einzuholen.
Aus dem nordhessischen Nordshausen war der nächste Gegner angereist und die beiden Steiner Jungs konnten befreit aufspielen. Souverän spielte man die beiden Halbzeiten herunter und am Ende stand ein ungefährdeter 4:1 Erfolg auf der Anzeigetafel. Michi erzielte mit einem Schuss ins leere Tor kurz vor der Pause den 1:0 Halbzeitstand. Nach der Pause war es wieder Michi, der mit einem strammen Schuss ins Tordreieck das 2:0 markierte. Robert trug sich mit zwei Treffern zum 4:0 in die Torschützenliste ein, ehe Nordshausen mit einem 4-m Strafball kurz vor Ende Ergebniskosmetik betrieb. Zuvor hatte Robert einen Strafball spektakulär mit dem Hinterrad gehalten.
Im Spiel Drei traf man auf einen der größten Konkurrenten der Liga, nämlich auf die brandenburgische Mannschaft aus Großkoschen. Die bisherigen Begegnungen waren immer hochklassig und mit denkbar knappen Ergebnissen konnten die Faberstädter ihre Gegner meistens besiegen. Auch diesmal lieferten sich die beiden Teams ein Spiel auf Augenhöhe. Nach einem unglücklichen Treffer durch Robert’s Tretlager konnte sich der Steiner Torwart kurz darauf nach einem schnellen Angriff mit einem Tor revanchieren. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff waren es die Großkoschener, die mit einem Weitschuss den 2:1 Führungstreffer erzielten. In der Pause tankte man nochmal Kraft und so war es Michi vorbehalten mit einem strammen, direkt verwandelten Freischlag von der Eckballposition, den Ausgleich zu erzielen. Robert erzielte dann den ersten eigenen Führungstreffer in dieser Partie und Michi konnte quasi mit dem Schlusspfiff den Sieg eintüten.
Das allerletzte Spiel der Saison hatte es in sich. Nicht wegen unserer Mannschaft, sondern wegen der Tabellenkonstellation unseres Gegners aus Iserlohn. Die Sauerländer konnten nach dem bisherigen Spielverlauf des Turniers durch einen Sieg gegen Stein noch die erste Mannschaft vom RV Gärtringen vom fünften Platz verdrängen. Was sich unspektakulär anhört hatte eine durchaus große Bedeutung. Denn genau dieser fünfte Platz berechtigt den Inhaber zur Teilnahme am Final-Five Turnier und der deutschen Meisterschaft. Nur in diesen Turnieren können dann noch Punkte geholt werden, die für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft im englischen Derby im Oktober 2026 nötig sind. Eine zusätzliche Brisanz entstand dadurch, dass der Tabellenfünfte aus Gärtringen den Bundespokal gewann, und somit die ersten sechs Punkte errang. Aus Steiner Sicht wäre also ein Sieg der Iserlohner von Vorteil, denn Gärtringen würde auf Platz sechs abrutschen und hätte keine Chance mehr weitere Punkte zu sammeln. Aber absichtlich verlieren? Das jedenfalls steht nicht in der DNA des RMC Stein und die beiden Jungs aus Stein lieferten ein spannendes Spiel ab, das keinen Zweifel daran ließ, dass sie es mit der gebotenen Fairness angingen. Nach einem schnellen 0:1 Rückstand erspielten Robert und Michi mit jeweils zwei Toren den 4:1 Pausenstand. Nach der Pause ging Iserlohn all in und konnte in Minute vier der zweiten Halbzeit mit einem Doppelschlag zum 3:4 verkürzen. Es ging hin und her und in der letzten Minute glich Iserlohn tatsächlich aus. Spannender kann ein Saisonfinale, zumindest aus Gärtringer Sicht, nicht sein. Mit dem Schlusspfiff war dann Iserlohn nochmals in aussichtsreicher Position, doch es sollte nicht sein. Am Ende stand ein 4:4 und Iserlohn verfehlte den fünften Tabellenplatz denkbar knapp.
Fazit: Robert und Michi konnten diesen Spieltag mit zehn Punkten beenden und damit auch die beste Saison ihrer Karriere. Sie haben eine herausragende Saison gespielt. Sie waren vom ersten Spieltag an Tabellenführer und blieben es bis zum Schluss. Ihre Wucht im Angriff und ihre überragende Abwehrarbeit waren ausschlaggebend für diesen Erfolg. Auch Rückschläge konnten sie nicht von ihrem Weg abbringen. Sie fanden danach immer wieder in die Spur und verdienten sich den Erfolg ohne Wenn und Aber. Chapeau für diese tolle Leistung.
Hier ein paar Statistiken zum Genießen:
In 22 Spielen erzielten Robert und Michi 16 Siege, 4 Unentschieden und nur 2 Niederlagen, was am Ende 52 Punkte bedeutete. Der Tabellenzweite aus Großkoschen konnte mit sage und schreibe elf Punkten Rückstand auf Distanz gehalten werden.
Das Torverhältnis lautete 100:58 Damit stellten sie mit 58 Gegentoren die beste Abwehr.

