5. Spieltag am 13.06.2026 in Kissing
Der vorletzte Spieltag brachte den Steiner Radballtross, Spieler, Trainer und Fans nach Kissing bei Augsburg. Es war ein „kurzer“ Spieltag, soll heißen es waren nur drei Spiele zu absolvieren. Mit der RVW Naurod (das „W“ im Vereinsnamen steht übrigens für Wanderlust) und dem RSV Waldrems warteten allerdings zwei Verfolger auf Robert und Michael. Der dritte Gegner war die Mannschaft vom RKV Denkendorf.
Los ging es mit der Partie gegen den vermeintlich schwächsten Gegner an diesem Abend. Doch unsere beiden Radballer haben in dieser Saison schon mehrfach bewiesen, dass es für sie keine „schwachen“ Gegner gibt. So entwickelte sich ein zähes Spiel in dem Michi mit Freischlag aus kurzer Distanz das 1:0 erzielte. Allerdings versäumte man es nachzulegen und so kam der Gegner noch vor der Pause zum Ausgleich. In Hälfte zwei zeigte sich ein ähnliches Bild. Michi erzielte nach einem schnell vorgetragenen Konter das 2:1. Doch bereits eine halbe Minute später war das Tretlager von Robert offen und Denkendorf erzielte erneut den Ausgleich. Bis zum Schlusspfiff kontrollierte man zwar das Spiel weitgehend, doch die Torschüsse waren zu unplatziert und der 2:2 Endstand war die logische Konsequenz.

Mit den „wanderlustigen“ aus Naurod stand der schärfste Verfolger des Steiner Teams auf der Fläche und ein Sieg wäre immens wichtig, um den Rivalen auf Distanz zu halten. Das Spiel bestand dann im wahrsten Sinne des Wortes aus zwei Halbzeiten. Im ersten Abschnitt lief es nahezu perfekt. Michi mit einem Dreierpack und Robert nach einer Ecke schossen einen 4:0 Vorsprung heraus. Damit ging man in die Pause. Im zweiten Abschnitt jedoch zeigten sich die Steiner von ihrer schlechtesten Seite. Man kassierte knapp drei Minuten vor dem Ende durch einen Leichtsinnsfehler das 1:4 und von da ab lief nichts mehr. Es fielen zwei weitere Tore zum 3:4 und bezeichnend für die Leistung war dann die Situation, die zum Ausgleich für Naurod führte. Robert hatte 15 Sekunden vor Schluss den Ball am Rad und legte sich diesen etwas zu weit vor, so dass er ihn nicht mehr kontrollieren konnte und den heranfahrenden Gegner regelwidrig behinderte. Der fällige Freischlag aus kurzer Distanz war dann nicht zu halten. Boah, das mussten die beiden erst mal sacken lassen. Auch diejenigen, die es mit den beiden Steinern hielten, waren fassungslos und schüttelten die Köpfe.

Spiel drei war nun der Charaktertest für unser Team gegen den württembergischen Vertreter aus Waldrems. Und siehe da, es lief. Dem frühen 1:0 durch Michi folgte zwar der Ausgleich doch in diesem Spiel ließ sich die Mannschaft nicht davon beeindrucken und zog ihr Spiel durch. Robert und Michi erhöhten noch vor der Pause zum 3:1 und auch in Hälfte zwei merkte man den Beiden keineswegs die Enttäuschung aus der vorherigen Partie an. Erneut Robert stellte auf 4:1 ehe die Remser verkürzen konnten. Doch keine Spur mehr von Verunsicherung. Michi mit Doppelpack konnte das 6:2 erzielen und obwohl noch über drei Minuten zu spielen waren hatte man überhaupt keine Bedenken, dass dieses Spiel noch verloren gehen könnte. Nach dem zwischenzeitlichen 6:3 war es wieder Robert, der wie befreit aufspielte und seinen dritten Treffer erzielte. Michi war es dann vorbehalten den letzten Steiner Treffer des Spieltages zu erzielen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Mannschaft aus Waldrems per 4-Meter das 4:8 erzielte. Das war dann auch gleichzeitig der Endstand.
Welche Erkenntnisse kann man nun aus diesem Spieltag ziehen? Keine allzu Neuen. Wie schon im Laufe der Saison mehrfach bewiesen, können Robert und Michael in dieser Liga alle Mannschaften schlagen. Allerdings gibt es auch Momente, an denen sich die Beiden selbst um den Lohn ihrer Arbeit bringen. Mit dem Begriff „Kopfsache“ könnte man das vielleicht am besten und mit nur einem Wort beschreiben. Also Kopf hoch Jungs, ihr schafft das.

