Am 24. Januar stand der erste Spieltag der Radball Bundesliga auf dem Terminkalender. Soweit, so normal.
Allerdings begann damit auch das Jahr Eins nach dem Rücktritt unseres Top-Teams Bernd und Raphael. Somit
traten die Lohengriner mit Robert und Michael (jetzt als Stein 1) in die riesigen Fußstapfen, die unsere beiden
Weltmeister hinterlassen haben.
Die eigene Zielsetzung vor der Saison war nicht weniger als der Kampf um die deutsche Meisterschaft und
damit auch die Chance zu wahren, als Nationalmannschaft zur WM in Derby (Großbritannien) zu fahren bzw.
zu fliegen. Die Saisonvorbereitung verlief etwas durchwachsen. Sehr guten Auftritten bei Turnieren mit z.T.
internationaler Top-Besetzung, folgten auch Ausrutscher gegen niederklassige Gegner. So ging man in dieses
Turnier und wusste nicht so recht, wo man leistungsmäßig stand. Die Spieltagsplaner meinten es aber gut mit
unseren beiden Jungs, und so waren die ersten beiden Gegner (RSV Kissing und RVC Prechtal) zwei Aufsteiger.
Kissing war übrigens Nachrücker für Bernd und Raphael, die ja nicht mehr gemeldet hatten. Zwar darf man in
der sehr ausgeglichenen Liga keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen, aber dennoch ging man als
Favorit in die Partien.
Im ersten Spiel kam mit dem RSV Kissing ein alter Bekannter auf die Spielfläche. Schon seit Jugendzeiten
kreuzte man die Klingen, bzw. Vorderräder und die Vier kannten sich aus dem FF. So war es auch ein etwas
zäher Beginn, indem tatsächlich der Liganeuling in Führung ging. Die beiden Steiner glichen allerdings schnell
aus und konnten zur Pause noch einen Treffer zum 2:1 Halbzeitstand drauflegen. Mit diesem Zwischenstand
ging es in Hälfte zwei, wo man noch ein weiteres Tor zum 3:1 Endstand schoss, und relativ souverän den
ersten Dreier der neuen Saison einfuhr. Anzumerken ist, dass man drei Hundertprozenter vergab und den
Fans einen etwas entspannteren Saisonauftakt hätte bescheren können.
Im Spiel zwei unserer Helden war dann mit dem RVC Prechtal der nächste Aufsteiger an der Reihe. Hier ging
man schnell in Führung und konnte die Führung auf drei Tore ausbauen. Zwar hielten die Prechtaler tapfer
dagegen, aber Robert und Michi legten nach jedem Gegentreffer sofort nach und gewannen letztendlich
ungefährdet. Das Endergebnis lautete dann 7:4 (HZ 4:2).
So kann es weitergehen, erhofften sich alle, die es mit der Steiner Ersten hielten und sie wurden auch im
dritten Spiel des Abends nicht enttäuscht. Gegen die zweite Mannschaft aus Gärtringen gab es einen
ähnlichen Spielverlauf wie schon gegen Prechtal. Man gewann zwar „nur“ 5:3 (HZ 3:0), aber am Ende war es
doch ein souveräner Sieg.
So lief es auf einen Showdown im letzten Spiel gegen die Erste aus Gärtringen hinaus. Beide Teams waren zu
diesem Zeitpunkt ohne Punktverlust mit 9 Punkten unterwegs und somit war der Tisch gedeckt, für ein
spannendes „Endspiel“ an diesem Abend. Und es kam, wie man erwartet und erhofft hatte zu einem tollen
Abschluss des Spieltages. In diesem Klassespiel ging Gärtringen schnell mit 2:0 in Führung. Jetzt merkte man
der Mannschaft an, dass sie nicht gewillt war, sich vor eigenem Publikum die Blöße zu geben. Mit ihrer ganzen
Willenskraft und der Wucht, die ihr Angriffsspiel auszeichnet, konnte bis zur Halbzeitpause der Ausgleich
unter dem tosenden Jubel der heimischen Zuschauer erzielt werden. Nach der Pause ging‘s dann in die
Crunchtime. Die Trompeten bliesen zur Attacke und Robert und Michi legten vor. Gärtringen konterte zwar,
doch wieder waren es unsere beiden Cousins, die jetzt zwei Tore zur 5:3 Führung erzielten und die Stimmung
in der Halle zum Kochen brachte. Die Gäste aus Baden-Württemberg versuchten alles, doch Robert hielt
großartig, Michi fuhr immer wieder die Gegner an, damit keiner der beiden in Schussposition kam, und so
konnte Gärtringen nur noch den Anschlusstreffer erzielen. Dann war Schluss an diesem tollen Radballabend
und die Helden des ersten Spieltages ließen sich nochmal von den Fans feiern. Mit 12 Punkten und 20:12
Toren ist der RMC Stein mit Robert Mlady und Michael Birkner der erste Tabellenführer der jungen Saison. So
kann es weitergehen.
