4. Worldcup in Alsbach-Hähnlein

am 29.08.2026 in Alsbach-Hähnlein

Diesmal führte der Weg zum vierten Weltcup-Turnier ins südhessische Alsbach-Hähnlein. Nach dem langen Trip nach Ungarn war dies doch eine deutlich entspanntere Fahrt in die Nähe von Darmstadt. Das Turnier war hochkarätig besetzt, denn Vizeweltmeister Österreich und Bronzemedaillengewinner Schweiz waren mit Top-Teams angereist. Unsere Mannschaft traf in der Vorrunde auf VCE Dorlisheim 1 (Frankreich), RV Sulz 2 (Österreich) und dem Dauerrivalen aus der Bundesliga, dem RSV Großkoschen.

Das Turnier begann für Stein mit der Partie gegen die französische Mannschaft aus Dorlisheim im Elsass. Michi traf bereits nach fünf! Sekunden zum 1:0. Nachdem Robert mit einem Lattenkracher noch scheiterte, konnte Michi abstauben. Nach drei Minuten konnte Michi durch einen direkt verwandelten Eckball auf 2:0 erhöhen. Das Spiel war mittlerweile ausgeglichen und Dorlisheim verkürzte vor der Pause durch einen Schuss von der Mittellinie zum 1:2. War der Schuss haltbar? Diesen Gedanken allerdings kreisten nicht in den Köpfen der Beiden. Robert konnte nach der Pause mit einer Solofahrt und präzisem Abschluss ins Dreieck wieder den alten Vorsprung herstellen. Danach kontrollierte man das Spiel allerdings ohne große Torgefahr auszustrahlen. Zum Ende der Partie erhöhten die Franzosen den Druck und waren dem Anschlusstreffer sehr nahe. Die Latte musste als Torwartersatz herhalten. Kurz vor Schluss dann jedoch die Entscheidung. Michi stellte nach einer Ecke auf 4:1. Der erste Sieg war eingefahren.

Der zweite Gegner kam aus Österreich. Das Team Sulz 2 (Voralberg) war der Widersacher. Wie schon im ersten Spiel wollten die Steiner Jungs schnell die Führung erzielen und erspielten sich mehrere Ecken. Die Vierte verwandelte dann Robert zum 1:0 nach drei Minuten. So ging es dann nach kontrolliertem Spiel unsererseits in die Halbzeitpause. Die zweite Hälfte begann wie die Erste. Mit viel Druck eine Ecke herausgeholt und Michi konnte bereits 25 Sekunden nach Wiederanpfiff das 2:0 erzielen. Und weil es so schön war fuhr Michi ins Anspiel der Österreicher und konnte ins leere Tor einschieben. Innerhalb von 45 Sekunden zwei Tore, das ist Radball wie wir ihn lieben. Danach war erst mal Spielkontrolle angesagt. Robert wurde es dann wohl zu langweilig und nahm sich einen Schuss aus durchaus vielversprechender Position. Doch der Sulzer Keeper konnte parieren, der Abpraller landete bei seinem Mitspieler der dann keine Mühe hatte, den Ball ins leere Steiner Tor zu schießen. Immerhin waren noch über vier Minuten zu spielen. Danach allerdings spielten Michi und Robert kontrolliert weiter, erarbeiteten sich Chancen und erneut war es eine Ecke, die Robert eineinhalb Minuten vor Spielende verwandelte. 4:1 und das Spiel war entschieden.

Großkoschen hieß dann der Gegner im letzten Vorrundenspiel. Und wie immer wurde es ein enges Spiel und wie so oft gingen die Steiner Radballkünstler als Sieger vom Platz. Doch eins nach dem anderen. Großkoschen fand zunächst besser ins Spiel übte viel Druck aus und ging folgerichtig nach gut zwei Minuten in Führung. In der gleichen Minute erhöhte Großkoschen sogar auf 2:0. Ein Freischlag aus fünf Meter Entfernung und zentraler Position schlug unhaltbar in Robert’s Tor ein. Danach kam der Steiner Express ins Rollen. Konsequenz daraus waren drei Treffer, Michi war der dreifache Torschütze, in gut einer Minute. Beinahe wäre sogar noch ein vierter Treffer gefallen, doch der gegnerische Torwart hielt einen Schuss aus kürzester Distanz hervorragend. So stand es zur Pause 3:2, Spiel gedreht. Nach dem Seitenwechsel hatten die Steiner Glück, dass die Unparteiischen dem Gegner einen Vorteil abgepfiffen hatten. Das hätte der Ausgleich sein können. Bei dieser Aktion verletzte sich Michi am Ellenbogen konnte aber nach Behandlungspause weitermachen. Das Spiel verlief in der Folge sehr ausgeglichen und so musste eine Standardsituation herhalten um die Führung auszubauen. Robert erzielte den Treffer zum 4:2 nach einer Ecke. Aber es waren noch über vier Minuten zu spielen. Und nach 30 Sekunden schlug es im Steiner Kasten ein. Robert verspekulierte sich im Tor und fuhr zu weit aus seinem Tor. So war die Mitte offen und Großkoschen erzielte den Anschlusstreffer. Das Spiel stand auf des Messers Schneide und fast wäre Großkoschen noch der Ausgleich gelungen. Michi war ab, Robert fuhr den gegnerischen Angreifer an und Michi musste nach der Torlinienüberquerung ins Tor. Großkoschen spielte sich in eine gute Schussposition und nagelte den Ball acht Sekunden vor Spielende an die Latte. Danach war Schluss und die Steiner Erste hatte nochmal Schwein gehabt. Bei einem Unentschieden wäre man Zweiter geworden und wäre im Halbfinale auf den österreichischen Turnierfavoriten aus Dornbirn getroffen.

Das Halbfinale war erreicht und der Gegner war die schweizer Mannschaft aus Mosnang. In einem denkwürdigen Spiel ging Mosnang bereits nach 10 Sekunden in Führung. Ein Leichtsinnsfehler beim Anspiel ermöglichte dieses Tor. 60 Sekunden später machte Michi diesen Fehler wieder wett und glich aus. Es ging Schlag auf Schlag. Mosnang gab Vollgas und erzielte bereits 23 Sekunden nach dem Ausgleich den erneuten Führungstreffer. Und Mosnang machte weiter Druck. Mit hohem Tempo konnten sie dann sogar auf 3:1 erhöhen. Gerade mal die Hälfte der ersten Halbzeit war gespielt. Danach neutralisierten sich beide Teams und es ging mit diesem Ergebnis in die Pause. 30 Sekunden nach Wiederanpfiff nutzte Michi einen Fehler beim Aufbauspiel der Schweizer und verkürzte auf 2:3. Weitere 30 Sekunden später konnte Robert aus extrem spitzem Winkel durch einen Schuss ins kurze Eck ausgleichen. Doch leider brachten sich unsere Beiden durch zwei unüberlegte Aktionen wieder ins Hintertreffen. Erst ein leichter Ballverlust und dann noch ein zu schneller Abschluss an den Pfosten ermöglichte den Schweizern zwei einfache Tore zum 5:3 Zwischenstand. Aber noch standen über vier Minuten auf der Spielzeituhr. Aufgeben ist natürlich für Stein keine Option. Michi mit einem Freischlag aus zwei Meter Distanz verkürzte erneut. Jetzt war wieder Mosnang an der Reihe. Ein Tretlagertor gegen Robert führte gut zwei Minuten vor Ende zum 6:4. 50 Sekunden vor Schluss konnte Robert dann erneut verkürzen. Jetzt versuchte Mosnang natürlich das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Eine Spielverzögerung wurde von den Schiris noch mit 20 Sekunden Nachspielzeit bestraft und so erspielten sich die Steiner Jungs tatsächlich noch einen Angriff und eine Ecke. Aber der Ausgleich, und damit die Verlängerung wollte nicht mehr gelingen. Schade, aber dennoch kann man zu diesem hochklassigen Spiel nur gratulieren. Für die Nerven der Steiner Fans war es allerdings keine leichte Kost.

Das kleine Finale war erreicht und der Gegner? Wieder einmal Großkoschen. Los ging es mit einem schlitzohrigen Flachschuss von Michi bereits nach 15 Sekunden zum 1:0. Beide Mannschaften neutralisierten sich dann im Verlauf des Spieles. Großkoschen hatte allerdings mit zwei Pfostenschüssen Pech ehe der Halbzeitpfiff die erste Hälfte beendete. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff, Robert konnte einen Schuss blocken, nutzte Michi den Abpraller und schob den Ball ins leere gegnerische Tor. Eine weitere Minute später fiel das 3:0. Ein schnell vorgetragener Angriff mit perfektem Pass von Robert auf Michi ließ den Gegner nicht den Hauch einer Chance. Und weil es so schön war kopierten unsere Jungs diesen Spielzug nur 40 Sekunden später und das 4:0 war die Vorentscheidung in diesem Spiel um Platz drei. Großkoschen verkürzte zwar innerhalb von 80 Sekunden auf 3:4, allerdings waren da nur noch 30 Sekunden auf der Uhr und Robert spielte die Zeit clever herunter.

Fazit: Ein gelungener Auftritt und eine gute Generalprobe vor den beiden wichtigsten Turnieren in der Karriere von Robert und Michi. Vielleicht kommt ja als Sahnehäubchen noch ein Turnier in England hinzu. Zu wünschen wäre es ihnen allemal.